Heidingsfeld

Heidingsfeld

In Heidingsfeld leben insgesamt 10.408 Menschen (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung). Somit wohnen 7,98% der Bürger*innen Würzburgs in diesem Quartier. Es handelt sich um einen Stadtteil mit stagnierender Bevölkerungsentwicklung.

Die demografische Entwicklung ist durch die folgenden Grunddaten gekennzeichnet:

Bezeichnung

Anteil im StadtteilAnteil in Würzburg
Ledige28,8 %38,7 %
verheiratet / verpartnert41,5 %35,1 %
geschieden8,1 %7,1 %
verwitwet7,5 %6,0 %
Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländer26,0 %29,6 %
Altersdurchschnitt45,742,3 %
Menschen ab 65 Jahren24,2 %20,3 %
Einpersonenhaushalte48,9 %57,9 %
Alleinerziehende3,9 %2,7 %
Mehrpersonenhaushalte mit Kindern11,3 %9,5 %

Die Stadtteilbücherei ist durch die folgenden Kerndaten gekennzeichnet:

Leistungsdaten201420182019Veränderung
2014 zu 2019 in %
Quadratmeter Fläche250 m²250 m²250 m²
Teilnehmende an Veranstaltungen85233190+ 123,53 %
Medienbestand7.5429.3618.412+ 11,55 %
Entleihungen35.90127.34725.693– 28,43 %
Wochenöffnungsstunden121212

Was fällt auf?

  • Der Anteil Lediger und von Einpersonenhaushalten ist niedriger als im Stadtdurchschnitt
  • Der Anteil Verheirateter / Verpartneter entsprechend höher
  • Der Altersdurchschnitt ist höher als im Stadtmittel
  • Die Entwicklungen in der Stadtteilbücherei spiegeln den Trend im Gesamtsystem wider
  • Die Öffnungsstunden sind deutlich geringer als im Falkenhaus
  • Legt man die Standards der Handreichung zu Bau und Ausstattung von Bibliotheken der Deutschen Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken als Maßstab an, müsste die Fläche der Stadtteilbücherei bei rund 600 qm liegen (60qm pro 1.000 EW)

Zentrale Ergebnisse des Beteiligungs-Workshops

Die zukünftige Ausrichtung des Standortes Heidingsfeld basiert auf der Identifikation der eigenen Stärken und konkreter Herausforderungen der Zukunft der Stadtbücherei. Die vom Team der Stadtbücherei genannten Aspekte für diesen Standort werden hier mit den Nennungen der Bürger*innen zusammengeführt:

Stärken

  • Zentrale Lage überzeugt
  • Gute Vernetzung im Stadtteil
  • Mitarbeiter*innen sind engagiert und freundlich, stellen persönliche Verbindung her
  • Medienangebot wird positiv wahrgenommen
  • Angebot an Ausstellungsfläche wird positiv wahrgenommen

 Chancen

  • Bibliotheks- und Raumkonzept umdenken und modifizieren in Richtung Lernen, Veranstaltungen, Treffpunkt
  • Den Ort Bibliothek räumlich attraktiver gestalten: Erdgeschoss nutzen, Lesecafé, Verweilmöglichkeiten
  • Bibliothek als Stadtteilzentrum sowie Ort für Austausch der Gesellschaft im Stadtteil etablieren
  • Services und Qualität erhöhen bzw. erweitern (Aufenthalt, Inklusion, PC-Workshops)

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung standen Fragen nach der Qualität des Orts, der künftigen Ausrichtung der Veranstaltungen sowie der in den Fokus zu nehmenden Zielgruppen und Partner im Vordergrund:

Wie kann die Stadtteilbücherei künftig stärker zu einem Ort der Begegnung und des Aufenthalts werden? Was sollte sich räumlich ändern?

  • Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für Nutzer*innen schaffen
  • Das Bibliotheksangebot erweitern: Repair-Angebote, Senioren-Workshops, Selbstverbuchung
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit verbessern (Open Library)
  • Alt und Jung durch niedrigschwellige Veranstaltungen zusammenbringen
  • Räumliche Erweiterungen überdenken und planen| Externe Institutionen miteinbeziehen
  • Bibliothek und ihre Angebote im Stadtteil bekannter machen

Welche Veranstaltungen würden Sie als nutzbringend und hilfreich für den Stadtteil erleben?

  • Lesungen und Vorstellungen von Medien
  • Vorleseangebote periodisch
  • Reiseberichte
  • Neue Freizeitthemen aufgreifen

Welche Zielgruppen und Partner sollten verstärkt angesprochen und einbezogen werden?

  • Kinder
  • Familien mit Kindern
  • Schwerpunkt „Lernen“ stärken (Studierende, Lernende, Interessierte)

Entwicklungspotenziale

  • Öffnungszeiten erweitern und an den Bedarf anpassen
  • Erreichbarkeit stärken durch Verbesserung der Parkplatzmöglichkeiten
  • Medienangebot um Ratgeber und Bücher in leichter Sprache ergänzen
  • Räumlichkeiten dem aktuellen, veränderten Bedarf anpassen
  • Stärkerer Fokus auf Kinder und Familien
  • Schaffung von Barrierefreiheit
  • Sichtbarkeit im Stadtteil erhöhen

Ansätze für ein Zukunftsprofil

  • Bürgerhaus
  • Vernetzung mit Quartiersmanagement und Bürgerverein
  • Treffpunkt für Senioren
  • Treffpunkt für Familien
  • Treff- und Informationspunkt, auch für sozial schwache Menschen