Heuchelhof

Heuchelhof

In Heuchelhof leben insgesamt 9.688 Menschen (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung). Somit wohnen 7,43% der Bürger*innen Würzburgs in diesem Quartier. Es handelt sich um einen Stadtteil mit stagnierender Bevölkerungsentwicklung.

Die demografische Entwicklung ist durch die folgenden Grunddaten gekennzeichnet:

Bezeichnung

Anteil im StadtteilAnteil in Würzburg
Ledige20,0 %38,7 %
verheiratet / verpartnert47,0 %35,1 %
geschieden7,4 %7,1 %
verwitwet6,8 %6,0 %
Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländer63,0 %29,6 %
Altersdurchschnitt44,242,3
Menschen ab 65 Jahren23,9 %20,3 %
Einpersonenhaushalte38,6 %57,9 %
Alleinerziehende5,8 %2,7 %
Mehrpersonenhaushalte mit Kindern15,7 %9,5 %

Die Stadtteilbücherei ist durch die folgenden Kerndaten gekennzeichnet:

Leistungsdaten201420182019Veränderung
2014 zu 2019 in %
Quadratmeter Fläche136 m²136 m²136 m²
Teilnehmende an Veranstaltungen295760596+102 %
Medienbestand8.1979.8029.774+ 19 %
Entleihungen41.02038.87037.506– 8,57 %
Wochenöffnungsstunden121212

Was fällt auf?

  • Der Anteil Lediger und von Einpersonenhaushalten ist niedriger als im Stadtdurchschnitt
  • Der Anteil Verheirateter / Verpartneter entsprechend höher
  • Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich höher als im Stadtdurchschnitt und bildet den höchsten entsprechenden Prozentsatz im Gesamtsystem
  • Der Altersdurchschnitt ist höher als im Stadtmittel
  • Die Entwicklungen in der Stadtteilbücherei spiegeln den Trend im Gesamtsystem wider
  • Die Öffnungsstunden sind deutlich geringer als im Falkenhaus
  • Legt man die Standards der Handreichung zu Bau und Ausstattung von Bibliotheken der Deutschen Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken als Maßstab an, müsste die Fläche der Stadtteilbücherei bei rund 600 qm liegen (60qm pro 1.000 EW)

Zentrale Ergebnisse des Beteiligungs-Workshops

Die zukünftige Ausrichtung des Standortes Heuchelhof basiert auf der Identifikation der eigenen Stärken und konkreter Herausforderungen der Zukunft der Stadtbücherei. Die vom Team der Stadtbücherei genannten Aspekte für diesen Standort werden hier mit den Nennungen der Bürger*innen zusammengeführt:

Stärken

  • Guter Standort, ausreichend Parkplätze, Nähe zu Schüler*innen durch Unterbringung in Mittelschule
  • Gut mit ÖPNV erreichbar, trotzdem verkehrsarmer Standort (sicher für Kinder)
  • Vernetzung mit Schulen und Kitas sehr gut
  • Helle Räumlichkeiten schaffen Aufenthaltsqualität
  • Mitarbeiter*innen und Förderer sind engagiert
  • Medienangebot überzeugt durch Crossmedialität
  • Kreative Aktivitäten und Aktionen
  • Viele Veranstaltungen mit steigenden Besucherzahlen

Chancen

  • Bibliothekskonzept anpassen und modernisieren in Richtung Begegnungsort, Verbindung der Kulturen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen ausweiten
  • Kooperationen ausweiten und neue Akteure gewinnen
  • Bibliothek stärker als Ort der gesellschaftlichen Vernetzung im Stadtteil sehen
  • Den Ort Bibliothek ansprechender gestalten und optimieren
  • Bibliotheksangebote erweitern und niederschwelliger zugänglich machen (Umgang mit Laptops und Smartphones, Kopieren und Scannen)
  • Interkultureller Austausch
  • Menschen mit Einschränkungen als Zielgruppe sehen (Inklusion)
  • Ganztagsschulen in Laufnähe

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung standen Fragen nach der Qualität des Ortes, der künftigen Ausrichtung der Veranstaltungen sowie der in den Fokus zu nehmenden Zielgruppen und Partner im Vordergrund:

Wie kann die Stadtteilbücherei künftig stärker zu einem Ort der Begegnung und des Aufenthalts werden? Was sollte sich räumlich ändern?

  • Barrierefreiheit verbessern
  • Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für Nutzer*innen schaffen, akustische Zonierung schaffen, Zielgruppen bei Gestaltung des Ambiente berücksichtigen
  • Aufenthaltsqualität und Gestaltung des Eingangsbereiches verbessern, Cafeteria
  • Öffnungszeiten erweitern, um besseren Zugang zu den Räumlichkeiten zu gewähren

Welche Veranstaltungen würden Sie als nutzbringend und hilfreich für den Stadtteil erleben?

  • Raum für Veranstaltungen mit aktiver Bewegung
  • Kommunikation & übergreifendes Lernen
  • Festivitäten von Menschen mit Migrationshintergrund (1. Geburtstag des Kindes)
  • Elterngruppen (Vorträge u.a.)
  • Sprach- und Leseförderung mit ganz viel Interaktion
  • Förderung der Medienkompetenz, auch in Kooperation mit der Mittelschule

Welche Zielgruppen und Partner sollten verstärkt angesprochen und einbezogen werden?

  • Familien mit Kindern und Jugendliche
  • Inklusion als Aufgabe sehen und entsprechende Angebote entwickeln
  • Vernetzung mit städtischen Institutionen erweitern (Quartiersmanagement, Pfarreien, Vereine etc.)
  • Senior*innen als Zielgruppe stärken

Entwicklungspotenziale

  • Deutliche Erweiterung der Öffnungszeiten
  • Rückgabemöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten schaffen
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität, nach Möglichkeit Raumangebot erweitern
  • Angebots- & Veranstaltungs-Palette sollte ausgeweitet werden


Ansätze für ein Zukunftsprofil

  • Stadtteilzentrum
  • Treffpunkt für Senior*innen und Familien
  • Interkultureller und inklusiver Begegnungsort
  • Schwerpunkt: Sprach- und Leseförderung