Lengfeld

Lengfeld

In Lengfeld leben insgesamt 10.865 Menschen (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung). Somit wohnen 8,33% der Bürger*innen Würzburgs in diesem Quartier. Es handelt sich um einen Stadtteil mit stagnierender Bevölkerungsentwicklung.

Die demografische Entwicklung ist durch die folgenden Grunddaten gekennzeichnet:

Bezeichnung

Anteil im StadtteilAnteil in Würzburg
Ledige27,4 %38,7 %
verheiratet / verpartnert44,6 %35,1 %
geschieden7,2 %7,1 %
verwitwet5,4 %6,0 %
Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländer32,3 %29,6 %
Altersdurchschnitt43,842,3
Menschen ab 65 Jahren22,3 %20,3 %
Einpersonenhaushalte44,5 %57,9 %
Alleinerziehende2,9 %2,7 %
Mehrpersonenhaushalte mit Kindern14,4 %9,5 %

Die Stadtteilbücherei ist durch die folgenden Kerndaten gekennzeichnet:

Leistungsdaten201420182019Veränderung
2014 zu 2019 in %
Quadratmeter Fläche104 m²104 m²104 m²
Teilnehmende an Veranstaltungen227247239+ 5,3 %
Medienbestand7.5429.3618.412+ 11,55 %
Entleihungen35.90127.34725.693– 28,43 %
Wochenöffnungsstunden121212

Was fällt auf?

  • Der Anteil Lediger und von Einpersonenhaushalten ist niedriger als im Stadtdurchschnitt
  • Der Anteil Verheirateter / Verpartneter entsprechend höher
  • Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist etwas höher als im Stadtdurchschnitt
  • Der Altersdurchschnitt ist höher als im Stadtmittel
  • Der Anteil von Mehrpersonenhaushalten mit Kindern ist höher als im Stadtdurchschnitt
  • Die Entwicklungen in der Stadtteilbücherei spiegeln den Trend im Gesamtsystem wider
  • Die Öffnungsstunden sind deutlich geringer als im Falkenhaus
  • Legt man die Standards der Handreichung zu Bau und Ausstattung von Bibliotheken der Deutschen Fachstellen für Öffentliche Bibliotheken als Maßstab an, müsste die Fläche der Stadtteilbücherei bei rund 600 qm liegen (60qm pro 1.000 EW)

Zentrale Ergebnisse des Beteiligungs-Workshops

Die zukünftige Ausrichtung des Standortes Lengfeld basiert auf der Identifikation der eigenen Stärken und konkreter Herausforderungen der Zukunft der Stadtbücherei. Die vom Team der Stadtbücherei genannten Aspekte für diesen Standort werden hier mit den Nennungen der Bürger*innen zusammengeführt:

Stärken

  • Sehr gute Lage, gute Erreichbarkeit
  • Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit überzeugen
  • Freundliches & aufmerksames Personal
  • Persönliche Beratungsgespräche
  • Angebot ist exakt auf Kunden zugeschnitten

Chancen

  • Kooperationen ausweiten – sowohl räumlich im Stadtteil als auch inhaltlich: Weiterentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Akteuren der Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Theater, Bürgerverein und der Gesellschaft im Stadtteil
  • Bedeutung, Stellenwert & Servicebreite der Bibliothek stärken, ggfs. Einbindung des Milchhäusle und das Baugebiet Carl-Orff Str. für barrierefreien Neubau der Bücherei prüfen
  • Angebote anpassen, erweitern und besser bewerben (Events, Lesungen, Vorträge, Fortbildungen)
  • Barrierefreiheit als Ziel sehen
  • Senior*innen stärker ansprechen

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung standen Fragen nach der Qualität des Ortes, der künftigen Ausrichtung der Veranstaltungen sowie der in den Fokus zu nehmenden Zielgruppen und Partner im Vordergrund:

Wie kann die Stadtteilbücherei künftig stärker zu einem Ort der Begegnung und des Aufenthalts werden? Was sollte sich räumlich ändern?

  • Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für Nutzer*innen schaffen nach dem Vorbild Hubland
  • Um Services erweitern, die die Aufenthaltsqualität steigern
  • Open Library mit Nutzung rund um die Uhr, wenigsten bis 22:00 Uhr
  • Fläche für Ausstellungen
  • Räumliche Erweiterungen planen und dabei externe Institutionen miteinbeziehen

Welche Veranstaltungen würden Sie als nutzbringend und hilfreich für den Stadtteil erleben?

  • Kreative Veranstaltungsformate nutzen: Kabarett, Musikveranstaltungen, Lesungen, Weinprobe, Poetry Slam
  • Jugendliche stärker als Zielgruppe sehen
  • Social-Media-Fortbildungen für Jugendliche, insgesamt Angebote für Jugendliche ausweiten und anpassen
  • Nutzung durch Vereine

Welche Zielgruppen und Partner sollten verstärkt angesprochen und einbezogen werden?

  • Kinder und Jugendliche
  • Senior*innen
  • Kirchliche Institutionen
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Städtische Institutionen
  • Kommunikation mit allen Akteuren im Stadtteil mit dem Ziel der Abstimmung aller Angebote untereinander

Entwicklungspotenziale

  • Barrierefreiheit schaffen
  • Gestaltung der Räume und Zonen sollte optimiert werden
  • Medienbestand an Bedarfe anpassen
  • Technologie aktualisieren (PCs etc.)
  • Parkmöglichkeiten für Autos und Fahrräder schaffen
  • Erweiterung der Öffnungszeiten

Ansätze für ein Zukunftsprofil

  • Familien- und Nachbarschaftsbibliothek
  • Veranstaltungszentrum, auch mit Blick auf den hohen Anteil der Einpersonenhaushalte
  • Vernetzung mit bestehenden Strukturen, Vereinen etc.